Monatsarchiv für Februar 2010

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PM: Drohbriefe an Antifaschisten in Berlin (22.02.2010)

Nach dem 13 Februar in Dresden – Neonazis verteilen Drohbriefe an Antifaschisten in Berlin

Am Samstag, dem 20.Februar 2010 fand ein Lichtenberger Bürger einen Drohbrief von anonymen Neonazis in seinem Briefkasten. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass auch weitere Berliner Bürgerinnen und Bürger einen solchen Drohbrief erhalten haben.

Neben einem Streichholz enthielt der Briefumschlag folgende Mitteilung:
„ … dein Leben interessiert uns brennend! Kommando 13. Februar“

Zuvor hatte er einen öffentlichen Aufruf zur Blockade der Neonazidemonstration am 13.Februar unterzeichnet.

Er sagt dazu:
„Meine Großeltern und weitere Familienangehörige wurden durch die Faschisten ermordet und verbrannt, ist es schon wieder soweit, dass Menschen brennen?!? Ich werde mich nicht einschüchtern lassen, mittels Strafanzeige habe ich Polizei und Staatsanwaltschaft aktiviert, ich hoffe, dass diese die Täter ermitteln und dafür sorgen, dass Deutschland wieder frei von Naziterror, Einschüchterungsversuchen und Drohbriefen wird. Denn Faschismus ist keine Gesinnung, sondern ein Verbrechen.“

Die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes- Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten erklärt dazu:
„ Wir stellen uns ausdrücklich hinter alle Menschen die sich gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus engagieren. Den neonazistischen und antisemitischen Tätern muss sofort das Handwerk gelegt werden. Dazu gehört selbstverständlich der gemeinsame Protest gegen jegliches öffentliches Auftreten von Neonazis, wie am 13. Februar bei den erfolgreichen Blockaden in Dresden. Gerade solche Aktionen lassen die Drohszenarien von Neonazis ins Leere laufen. In Lichtenberg sitzen die Ideengeber für diese schändliche Tat in der Bezirksverordnetenversammlung. Um die Lichtenberger NPD-Fraktion scharen sich Neonazis der sog. „Freien Kameradschaften“, z.B. des verbotenen „Frontbann 24“. Wir fordern auch die Dresdener Staatsanwaltschaft auf, sofort alle Ermittlungen gegen Neonazigegner einzustellen. Sie läuft damit in Gefahr sich damit in eine Reihe mit den Einschüchterungsversuchen der Neonazis zu stellen.“

Dem Schreiben ist eine Kopie des Drohbriefs angefügt. Die bedrohte Person ist der Berliner VVN-BdA bekannt.

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Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
(Berliner VVN-BdA) e. V.
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Tel.: (0 30) 29 78 41 78
Fax: (0 30) 29 78 43 78
E-Mail: berlin@vvn-bda.org
http://berlin.vvn-bda.org

22. Februar 2010

Geschrieben von Redaktion am 23. Februar 2010 | Abgelegt unter Presse | Keine Kommentare

13. 02. 2010 Blockade Naziaufmarsch Dresden

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Geschrieben von Redaktion am 13. Februar 2010 | Abgelegt unter Mediathek | Keine Kommentare