Aufruf der Landesschüler_innenvertretung
26.3.10: Bundeswehr raus aus Schule und Uni!
Proteste gegen Rekrutierungsversuche der Bundeswehr beim „Beratungstag
über Berufsperspektiven“ am Schadow-Gymnasium in Berlin am 26ten März
Kundgebung | 26.03.10 | 10:00 | Schadow-Gymnasium (Beuckestr. 27-29)
Helm ab, Hirn rein und dann raus aus Schule und Uni!
Das Militär ist kein normaler Arbeitgeber!
Am 26ten März sollen Schüler_innen der Kursoberstufe des Schadow-Gymnasiums (an dem Bücher des “Militärgeschichtlichen Forschungsamtes” der Bundeswehr als Unterrichtsmaterialien eingesetzt werden) im Rahmen eines „Beratungstages“ über Berufsperspektiven informiert werden.
Im Bereich „Militärlaufbahn“ ist die Bundeswehr bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung eine gern gesehener Partnerin und auch abseits davon sind Jugendoffiziere willkommene Referenten: 2009 durften sie den Schüler_innen zuletzt die militärische Situation (und Notwendigkeit) der deutschen Auslandseinsätze (Schwerpunkt Afghanistan) erläutern. In der Regel besteht bei derartigen Veranstaltungen Anwesenheitspflicht!
Wir wollen widersprechen, denn die alleinige Aufgabe von Militärapparaten ist Vorbereitung, Bereitschaft und Durchführung von Krieg. Die Aufgabe von Jugendoffizieren ist die Herstellung von Akzeptanz und Befürwortung von Bundeswehr und Wehrpflicht (im Militärsprech: “Erhaltung und Festigung des Grundkonsens über die Sicherheits- und Verteidigungspolitik Deutschlands”).
Ein solcher “Grundkonsens” existiert jedoch weder in den Ländern, in denen Deutschland Krieg führt, noch an der “Heimatfront”! Die große Mehrheit in Deutschland lehnt sowohl den Afghanistan-Einsatz als auch die Wehrpflicht, die schlicht Zwangsarbeit darstellt, ab. Die propagierte “Militärlaufbahn” ist eine Ausbildung zum Morden (und immer öfter auch Sterben)!
Und so wollen auch wir der Bundeswehr am 26ten März nicht das “Feld” überlassen und rufen alle Schüler_innen, Bildungsaktivist_innen, Lehrer_innen, Eltern, Friedensbewegte und Antimilitarist_innen zur Teilnahme an einer Kundgebung vor der Schule und kreativen Störaktionen auf.
Weitere Infos bei der Landesschüler_innenvertretung (lsv): http://www.lsv-berlin.de/lsv2/
Bundeswehr raus aus den Schulen
Zum Kundgebungsaufruf der LandeschülerInnenvertretung Berlin erklärt das Mitglied im Landesvorstand der Partei DIE LINKE. Berlin, Sebastian Schlüsselburg:
Die Propaganda-Einsätze der Bundeswehr an Berlins Schulen reißen nicht ab. Ausgerechnet die einst pazifistischen Grünen leisten ihr dabei politische Schützenhilfe. So sollen die Jugendoffiziere der Bundeswehr nach dem Beschluss der schwarz-grünen Zählgemeinschaft in der BVV einen erleichterten Zugang zu den Schulen in Steglitz-Zehlendorf erhalten. Diesen Freitag besuchen sie das Zehlendorfer Schadow-Gymnasium.
Für DIE LINKE ist klar: Im Rahmen der Schulpflicht darf nicht für den Dienst an der Waffe geworben werden. Ich erwarte von der Schulleitung die gebotene Trennung zwischen Wehrdienstberatung und politischer Bildungsarbeit durchzusetzen. Die Schüler dürfen nicht der einseitigen Beeinflussung durch geschulte Offiziere ausgesetzt werden. Die Schulleitung sollte Fingerspitzengefühl beweisen und allen friedensbewegten Schülern unbürokratisch das Fernbleiben von dieser Veranstaltung ermöglichen. Sollte es zu Sanktionen, wie etwa Fehlzeiten kommen, wird DIE LINKE. dem nachgehen.
Wir wollen der Bundeswehr nicht das Feld überlassen. Deshalb unterstützten wir den Aufruf für eine Protestkundgebung der LandesschülerInnenvertretung Berlin. Alle SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Friedensbewegte sind eingeladen, an diesem Freitag an einer Kundgebung um 9.30 Uhr vor dem Schadow-Gymnasium teilzunehmen.
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Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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