Veranstaltung: Ursula Goetze 29.3.1916 - 5.8.1943
TEE-LESE am Kreuzberg, Großbeerenstraße 56, 10965 Berlin
mit Frieder Böhne und Hans Coppi
Zum 65. Mal jährt sich der Abend, an dem Ursula Goetze mit zwölf weiteren Frauen und drei Männern in der Hinrichtungsstätte Plötzensee ihren letzten Weg gehen mussten.
Mitte Oktober 1942 inhaftiert, ordnete die Gestapo Ursula Goetze dem Fahndungskomplex "Rote Kapelle" zu. Dahinter verbargen sich über 120 Frauen und Männer, Regimegegner unterschiedlicher sozialer Herkunft und mit verschiedenen politischen und weltanschaulichen Ansichten aus sieben Berliner Freundes- und Widerstandskreisen. 50 Todesurteile wurden gefällt. Im Urteil gegen Ursula Goetze und ihre Freunde heißt es: "Die Angeklagten sind fanatische Gegner des nationalsozialistischen Staates, Gesinnungsgenossen des Harro Schulze-Boysen und Staatsfeinde im kommunistisch-bolschewistischen Sinne." mehr >>
Veranstaltung: Rudower Spinne:
3. Juli 2008 // 19:00 Uhr
Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, Kleiner Saal Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin-Neukölln (U7 Bhf. Lipschitzallee)
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Gemeinschaftshaus Gropiusstadt, Kleiner Saal Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin-Neukölln (U7 Bhf. Lipschitzallee)
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Veranstaltung: LILO HERRMANN (1909-1938)
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4
Liselotte Herrmann studierte Chemie in Stuttgart und ab 1931 Biologie in Berlin. 1928 trat sie dem KJVD, 1931 der KPD und dem "Roten Studentenbund" bei. Da sie im Frühjahr 1933 den "Aufruf zur Verteidigung demokratischer Rechte und Freiheiten an der Berliner Universität" unterschrieben hatte, wurde sie mit über 100 Studenten im Juli 1933 der Universität verwiesen. Nach der Geburt ihres Sohnes Walter arbeitete sie seit September 1934 im Ingenieurbüro ihres Vaters in Stuttgart als Stenotypistin. Ende 1934 wurde sie Mitarbeiterin für den Leiter der illegalen KPD Württemberg und übernahm Schreib- und Kurierarbeiten für den KPD- Nachrichtendienst. Informationen über geheime Rüstungsprojekte in Friedrichshafen und den Bau einer unterirdischen Munitionsfabrik bei Celle leitete sie an die KPD-Auslandsleitung in der Schweiz. Liselotte Herrmann wurde im Dezember 1935 verhaftet, im Juni 1937 in Stuttgart zum Tode verurteilt, anschließend in das Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße verbracht und am 20. Juni 1938 trotz internationaler Proteste als eine der ersten Frauen in Plötzensee ermordet. mehr >>
Veranstaltung: Stolpersteine für die Widerstandsorganisation Saefkow-Jacob-Bästlein
Haus der Demokratie, Robert-Havemann-Saal, Greifswalderstr. 4
Erinnern - Gedenken - Handeln
In den Jahren 1943 / 44 bauten Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein eine weitverzweigte Widerstandsgruppierung auf. Dieser größten Berliner Widerstandsorganisation gehörten mehr als 400 Hitler-Gegner an. Im Juli 1944 gelang es der Gestapo, die Organisation aufzudecken und 284 Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu verhaften. 104 Männer und Frauen sind vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet worden oder starben in der Haft.
Gemeinsam mit überlebenden Mitstreitern und Angehörigen wollen wir an diese Gruppierung der Berliner Widerstands erinnern.
Programm:
- Begrüßung: Dr. Hans Coppi, Vorsitzender der Berliner VVN-BdA
- Einführung: "Nieder mit Hitler - Schluss mit dem Krieg". Zur Geschichte der
Widerstandsorganisation. Dr. Bärbel Schindler-Saefkow / Dr. Annette Neumann
- Über seinen Vater Paul Hirsch spricht Dr. Helmut Hirsch
- Einen Stolperstein
o für meine Großmutter Hildegard Margis - Prof. Christina von Braun
o für meinen Vater Dr. med. Johannes Kreiselmaier - Dr. Susanne Riveles
- Wir kümmern uns! Zur Projektarbeit mit Stolpersteinen an Berliner Schulen
- Musikalische Begleitung: Constanze Jaiser, Gesang, und Jascha Pampuch,
Konzertgitarre
Anschließend: Begegnungen und Gespräche bei Wein und Gebäck
Ende März werden die ersten 14 von 50 Stolpersteinen für die Widerstandsorganisation Saefkow-Jacob-Bästlein verlegt:
Helmut Wagner, Hildegard Margis, Wilhelm Moll (Charlottenburg-Wilmersdorf ), Friedrich Klemmstein, Heinrich Werner (Mitte), Dr. med. Johannes Kreiselmaier, Julius Wordelmann (Steglitz-Zehlendorf), Paul Hinze, Hans Lippmann, Betty Lippmann, Peter Lippmann, Oskar Olschewski, Kurt Rühlmann, Franz Streit (Schöneberg-Tempelhof) mehr >>
Aktion: Protestpetition gegen Aufarsch lettischer Legionäre der Waffen-SS
Lettland: Rechtsradikale Organisation zu Straßenmarsch von Waffen-SS-Veteranen zugelassen
RIGA, 07. März (RIA Novosti). Laut dem lettischen Präsidenten Valdis Zatlers versteht die Weltgemeinschaft nicht alle Nuancen der Geschichte, wenn sie die früheren Angehörigen der lettischen Waffen-SS-Legion für Nazis hält.
"Kein einziger lettischer Legionär war ein Nazi oder gehörte der Nationalsozialistischen Partei an", sagte er am Freitag in einem Interview für den Radiosender SWH im Vorfeld des inoffiziellen Gedenktages der lettischen Legion Waffen-SS am 16. März.
Zatlers zufolge hat jeder das Recht, seine Meinung zu geschichtlichen Fragen zu äußern, jedoch müsse von einem überflüssigen Radikalismus Abstand genommen werden.
Von den insgesamt fünf Organisationen, die am Gedenktag Straßenumzüge veranstalten wollten, genehmigte der Rigaer Parlamentsausschuss für öffentliche Veranstaltungen dies am Freitag nur der rechtsradikalen Organisation Daugavas Vanagi. Die Anträge des antifaschistischen Komitees Lettlands sowie der linksorientierten Gesellschaft der Eigentümer nationalisierter Gebäude, die dagegen protestieren wollten, lehnte er jedoch ab.
Zudem wurden die Anträge der rechtsradikalen Organisation "Bund der nationalen Kraft" und der nationalistischen Organisation von Igor Schischkin verwehrt.
Märsche der früheren Angehörigen der lettischen Waffen-SS-Legion finden seit 1994 regelmäßig statt. Bis 2001 galt der 16. März als offizielles Datum des Andenkens an die Legionäre und wurde auf staatlicher Ebene begangen. 2001 wurde das Datum auf Initiative der damaligen Präsidentin Vaira Vike-Freiberga von der Liste der staatlichen Feiertage gestrichen.
Am 16. März 1943 hatte die gerade gebildete Legion der Waffen-SS zum ersten Mal an den Kämpfen gegen die Rote Armee bei Leningrad (jetzt Sankt Petersburg) teilgenommen. 2005 endete der Marsch der Legionäre mit einer Prügelei, nachdem mehrere Antifaschisten den Straßenmarsch blockiert hatten. Dutzende Menschen wurden festgenommen.
Am 16. März 2006 wurden jegliche Veranstaltungen der Legionäre verboten. Dennoch führte eine Gruppe von National-Radikalen eine Kundgebung durch, die von der Polizei gewaltsam auseinander getrieben wurde. 40 Personen wurden festgenommen und wegen Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung bestraft. 2007 endete der Marsch, der nicht verboten wurde, ebenfalls mit einer Straßenschlacht. Die Polizei musste wieder Dutzende Menschen festnehmen.
Unterschreiben der Petition unter:
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